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  • Was die Natur für dieses Hobby hergibt (und was nicht) (1)

    Indem Sie sehr tief in die Tasche greifen, können Sie wirklich fantastische Miniwelten erschaffen. Hier 50 € für ein bisschen Spinnenholz (Spiderwood). Da 30 € für ein paar mäßig große Drachensteine, die beim Entstauben sogar noch kleiner werden. Diese Dinge sehen ohne Frage sehr gut aus, aber es geht auch sparsamer – selbst kostenfrei. Dazu können Sie sich einfach in die Natur begeben. Im Folgenden möchte ich auf ein paar Accessoires und auf Grundlegendes eingehen, das sich finden lässt.

    1.) Sand

    Widmen wir uns zuerst dem Sand. Sand ist nicht unbedingt einfach zu finden. Für die meisten wäre die nächstmögliche Quelle wohl der Sandkasten auf einem Spielplatz. Es wird wahrscheinlich nicht so gerne gesehen, wenn dort Sand entnommen wird. Finden Sie trotzdem Sand, so haben Sie bereits etwas nicht nur dekoratives, sondern auch etwas sehr praktisches. Sie können Sand als sogenannte Drainage-Schicht (auf dieses wichtige Thema werde ich in einem anderen Post zusprechen kommen) nutzen. Sie können ihn aber auch als eine Möglichkeit, ihre Miniwelt ein bisschen vielfältiger zu gestalten, nutzen. Das Problem ist dabei nur, dass Sand nicht gleich Sand ist. Die Sandart, die Sie auftreiben können, ist vielleicht nicht so filligran oder andersweitig dekorativ wie der Sand aus dem Aquaristik-Geschäft.

    2.) Erde

    Mit der Erde kommen wir zu einem besonders spannenden Thema. Wenn Sie sich z. B. auf YouTube Videos anschauen, dann werden meist komplexe Gemische als Nährboden vorgestellt. Diese eignen sich mit Sicherheit – sie sind schließlich oftmals stark erprobt – hervorragend. Sie bieten Moosen und anderen gerne genutzten Pflanzen gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wachstum. Allerdings können Sie mit Erde – gerade wenn diese aus einem Wald stammt – in eine ganz andere Richtung gehen. Es ist durchaus spannend, zu beobachten, was passiert, wenn Sie neben der Deko und evtl. etwas Moos (wir kommen später auf dieses Thema zu sprechen) nichts anderes auf diesen natürlichen Nährboden legen. Sie könnten sogar ganz auf Moose und Deko verzichten. In einem meiner Gläser wachsen heute sogar kleine Pilze.

    3.) Steine

    Was für Steine Sie finden können, hängt nicht zuletzt davon ab, wo Sie leben. Bei mir vor der Haustür finde ist fast nur stark abgerundete, ein- oder zweifarbige Steine. Das verdanke ich wohl den letzten Eiszeiten. Im Harz hingegen lässt sich auch Schiefer finden. Alle Steine weisen verschiedene ästhetische Vorzüge auf. Allerdings verwundert es wohl kaum, dass Drachensteine und Lavasteine sehr beliebt sind. Sie haben nämlich einen großen Vorteil: Sie weisen einen Detailreichtum auf, mit dem abgerundete Steine oder Schiefer nicht mithalten können. Dennoch lassen sich auch mit anderen Steinen schöne Dinge anstellen. Da wäre z. B. eine Treppe aus kleiner werdenden Schieferstücken. Auch schön sind kleine Steinbauten, die wirken, als wären sie von einer alten Zivilisation errichtet worden. Auf dem Foto können Sie einen Wasserlauf sehen, den ich gänzlich aus in der Natur gefundenen Steinen gebastelt habe.

    Fazit

    Die Natur (und auch künstlich Angelegtes) hat einiges zu bieten und ermöglicht so, gerade in diesem Bereich Geld einzusparen. Darüber hinaus eröffnen sich Optionen, die nicht verfügbar sind, wenn Sie Materialien aus dem Internet oder aus einem Laden beziehen. Aus direkt aus der Natur entnommenen Stoffen lassen sich die naturgetreuesten Miniwelten schaffen. Dennoch gibt es Grenzen. Insbesondere wenn Sie etwas nachbilden möchten, was die großen Youtuber in diesem Bereich basteln. Wie weitreichend solche Begrenzungen sein können, wird sich vor allem im zweiten Teil dieses Themas zeigen. In diesem wird es um Holz, Moose und Pflanzen gehen.