Heute soll es um den Nährboden für Ihre Pflanzen gehen. Dabei möchte ich nur drei bzw. vier verschiedene Möglichkeiten eingehen. Von der Erde aus dem Wald über Blumenerde aus dem Geschäft bis hin zu selbstgemischten Nährböden. Ich beginne mit der günstigsten Variante und arbeite mich dann zur teuersten vor.
1.) Erde aus der Natur
Selbstverständlich gibt es nicht die eine Erde aus der Natur. Es macht einen großen Unterschied, ob Sie aus dem Wald oder von einer Wiese Erde entnehmen. Diese Unterschiede umfassen nicht nur die Nährstoffe bzw. den Nährstoffreichtum, sondern auch was für Tiere Sie mitnehmen. Zudem wissen Sie nicht, was für Saaten und Keime sich darin befinden – und das ist das Spannende. Meine ersten Gläser habe ich stets mit Erde gestaltet. Es war sehr faszinierend, was ich alles beobachten konnte. Sei es ein Trieb, der an einem Tag bis an den Deckel wuchs und wieder abstarb – und das nicht einmal, sondern immer wieder. Oder kleinste Pilze, die nicht nur schön aussehen, sondern ein Zeichen für ein funktionierendes Ökosystem sind. Mit Erde werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit überrascht werden.
2.) Blumenerde aus dem Baumarkt
Blumenerde liefert die wichtigsten Nährstoffe, aber kann potenziell sehr leicht schimmeln, wenn Ihre Miniwelt ein geschlossenes System ist. Und das sind meine Miniwelten (fast) alle. Wenn Sie Pflanzen für Ihre Miniwelten erwerben, entfernen Sie die Blumenerde von deren Wurzeln, bevor Sie diese einpflanzen. Blumenerde hat nicht den Vorteil von Erde aus der Natur, dass spannende Gewächse hervorkommen können. Zudem bildet sie durch die hohe Luftfeuchtigkeit keinen so brauchbaren Boden wie selbstgemischte Nährböden.
3.) Der selbstgemischte Nährboden
An dieser Stelle gilt mein Dank dem YouTuber Terrarium Designs (https://www.youtube.com/@TerrariumDesigns). Ich nutze genau den Nährboden mit demselben Mischungsverhältnis wie er. Hierfür müssten Sie leider etwas Geld in die Hand nehmen. Außerdem würde ich Ihnen empfehlen, die Zutaten im Internet zu bestellen. Läden abzuklappern, könnte viel Zeit in Anspruch nehmen.
Hier sind die Bestandteile, die ich nutze, als Affiliate-Links:
Kokosfasern: https://amzn.to/4ei0HQ8
Torfmoos: https://amzn.to/442srU0
Orchideenrinde: https://amzn.to/3FXvftK
Regenwurm-Hummes: https://amzn.to/3G1841A
Aktivkohle: https://amzn.to/45ZpRAG
Diese Bestandteile sollten im folgenden Verhältnis vermischt werden:
Kokosfasern: 1 Teil
Torfmoos: 2 Teile
Orchideenrinde: 1/4 Teil
Regenwurm-Humms: 1/4 Teil
Aktivkohle: 1/4 Teil
Während diese Mischung resistenter gegen Schimmel ist als Blumenerde, könnte sie in Paludarien dennoch schimmeln. Außerdem wäre es unschön, wenn das Substrat in das Wasser gelangt und dieses verschmutzt. Deswegen eignet sich in Paludarien an den Stellen, die sich in Wassernähe befinden, Aquasoil (https://amzn.to/3GahKXv) besser. Geraten die Kügelchen ins Wasser, so sinken sie zu Boden und lassen sich leicht entfernen oder überdecken.
Zu guter letzt können Sie auch in Situationen geraten, in denen Sie keinen Nährboden nutzen können. Zum Beispiel wenn Sie Moos auf einem Ast anbringen möchten. Das Substrat würde wohl kaum halten. In diesem Fall können Sie mit Torfmoos arbeiten. Sie binden es an den Ast und befestigen/legen das Moos darauf.
Fazit
Erde aus dem Garten bzw. der Natur bietet sehr großes Potenzial, um interessante Beobachtungen zu machen. Allerdings können auch Tierchen in ihre Gläser geraten, die sich nicht haben möchten (s. „Ein kleiner Exkurs zu Tierchen“ in dem Eintrag https://miniweltimglas.de/2025/06/05/was-die-natur-fur-dieses-hobby-hergibt-und-was-nicht-2/). Die Blumenerde, die wie ein Kompromiss zwischen Erde aus der Natur und dem selbst zusammengestellten Substrat wirken könnte, ist ungeeignet. Sie weist zu viele Nachteile, aber kaum Vorteile auf. Das selbstgemischte Substrat kostet etwas mehr, aber mit den Zutaten kommen Sie lange hin. Es eignet sich für Miniwelten des Typs Terrarium hervorragend. Je nach Situation kann es darüber hinaus helfen, wenn Sie ein wenig Torfmoos übrig lassen und Aquasoil da haben. Zumindest wenn Sie mit Wasser arbeiten möchten. Torfmoos übrig zu haben, sollte kaum ein Problem darstellen. Die 100g Tafel expandiert beim befeuchten enorm.

