In dieser Reihe möchte ich auf die einzelnen Bestandteile von Gärten in Gläsern eingehen. Heute soll es um die sogenannte Drainage-Schicht gehen. Die Drainage-Schicht ist die erste Schicht in (fast) jedem Glas, bei dem es sich um kein Aquarium handelt. Sie befindet sich noch unter dem Nährboden für Ihre Pflanzen. Die Drainage-Schicht dient dazu, dass überschüssiges Wasser nicht im Nährboden hängen bleibt. Dadurch wird dieser nicht zu feucht und fängt so auch nicht so schnell an zu schimmeln. Mit der Drainage-Schicht kann also Wasser aufgefangen werden.
Das richtige Material finden.
1.) Blähton vs. LECA
In vielen Videos über den Bau von Terrarien oder Paludarien (einer Kombination aus Terrarium und Aquarium) wird LECA verwendet. LECA ist eine Art von Blähton. Ich für meinen Teil nutze einfachen Blähton. Eine große Packung kostet nicht viel und hält für dutzende Miniwelten. LECA ist hingegen teurer. Dadurch, dass LECA mehr Poren und eine einheitliche Korngröße aufweist, hat es somit dennoch Vorteile. Mir sind diese Vorteile für den deutlich höheren Preis es jedoch nicht wert. Blähton leistet hervorragende Arbeit. Der Blähton miss ausdrücklich für Hydrokulturen, Pflanzen oder Terrarien geeingnet sein; nutzen Sie keinen Blähton für Bauzwecke! Sie machen sich zudem das Leben einfacher, wenn Sie feinkörnigeren Blähton (4–8 mm) nehmen. Grobe Körner machen sich in kleineren Gläsern nicht gut, da sie zu größeren Unebenheiten führen können.
2.) Sand
Sand kann unglaublich gut Feuchtigkeit speichern. Er kann aber leider auch den Nährboden feucht halten, der direkt mit dem Sand in Kontakt ist. In größeren Gläser ist die Kontaktfläche größer und somit steigt das Risiko für Schimmel. Dementsprechend würde ich in größeren Gläsern von Sand als Drainage-Schicht abraten. Allerdings hat sich herausgestellt, dass sich Sand für kleine Gläser sehr gut eignet. Als ich mit dem Hobby angefangen habe, habe ich Sand genutzt. Ich habe schlichtweg bei meinen ersten Materialsuchaktionen keine (kleinen) Steine finden können. Alle Gläser, die ich mit Sand zusammengestellt habe, florieren noch heute. Ich habe Sand tatsächlich auch einmal in einem großen Glas erfolgreich genutzt. Dieses 2L-Einmachglas liegt nämlich auf der Seite. Dementsprechend bedeckt die Drainage-Schicht eine kleinere Fläche als der Nährboden. Zudem ist es mir in dem Glas wohl gut gelungen, nicht zu viel Wasser hinzuzufügen. Dadurch ist die Drainage-Schicht weniger gefragt.
3.) Steine
Steine eignen sich m. E. n. nicht sehr gut als Drainage-Schicht. Sie haben meist keine Poren, in denen Wasser gebunden werden würde. Stattdessen bieten sie lediglich Freiraum unter dem Nährboden, in dem sich Wasser sammeln könnte. Das Ergebnis sind ständig feuchte Glaswände.
4.) Keine Drainage-Schicht
Es ist tatsächlich auch möglich, eine Miniwelt zu kreieren, in der sich keine Drainage-Schicht befindet. Wie bereits oben angemerkt, werden Drainage-Schichten in Terrarien und Paludarien genutzt. Dementsprechend finden sie für gewöhnlich in Aquarian keine Verwendung. Allerdings können auch Terrarien ohne solch eine Schicht auskommen. Dafür müssen sie lediglich klein genug sein. In kleinsten Gläsern verzichte ich oftmals gänzlich auf solch eine Schicht.
Fazit
Steine eignen sich leider ganz und gar nicht gut als Drainage-Schicht, denn ihnen fehlen zumeist Poren. Auf eine Drainage-Schicht ganz zu verzichten ist auch nur in den seltensten Fällen ratsam. Wenn Sie (den richtigen) Sand und – für Pflanzen geeigneten – Blähton im Haus haben, sind Sie gut bedient! Im nächsten Blog-Eintrag widmen wir uns der nächsten Schicht: der Schicht zwischen Drainage-Schicht und Nährboden.
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